Blockchain und Krypto

Krypto-News vom 22. Oktober 2026: Bitcoin-ETFs, Coinbase in Irland, FCA und SoFi

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ElaraTeq
Glaspaneele auf schwarz-violettem Hintergrund mit Balkendiagramm, Dokument mit Siegel, Schild mit Schlüssel, Münze mit Pfeilen und Schweizerkreuz, Titel Krypto-News des Tages, 22. Oktober 2026

Über eine Milliarde in Bitcoin-ETFs in drei Handelstagen, Busse der irischen Zentralbank gegen Coinbase, FCA-Konsultationen zu DeFi und die tokenisierte Einlage von SoFi.

Donnerstag, 22. Oktober 2026. Wir fassen die relevanten Fakten der letzten 24 Stunden zusammen, jeweils anhand einer Primär- oder verlässlichen Quelle geprüft. Im Mittelpunkt stehen die europäische Aufsicht über Kundengelder, neue britische Regeln und tokenisierte Bankeinlagen.

Märkte: über eine Milliarde in Bitcoin-ETFs in drei Handelstagen

Laut CoinGecko-Daten, abgerufen am 22. Oktober um 18:12 Uhr (Zürcher Zeit), notiert Bitcoin bei rund 81'700 US-Dollar, etwa 67'200 Franken, mit -3,3% über 24 Stunden; Ether liegt bei rund 2'400 Dollar (-4,4%). In den letzten 24 Stunden fiel Bitcoin von rund 84'800 auf 81'600 Dollar; auf Sicht von sieben Tagen steht Bitcoin bei -0,5% und Ether bei -1,5%.

Laut Farside flossen am Mittwoch netto 524,8 Millionen Dollar in die in den USA kotierten Spot-Bitcoin-ETFs, davon 235,0 Millionen in IBIT von BlackRock und 212,7 Millionen in FBTC von Fidelity. Zusammen mit Montag und Dienstag ergeben die drei Handelstage 1'074,7 Millionen, und der Oktobersaldo ist mit +460,0 Millionen wieder positiv. Ether-ETFs verzeichneten +14,9 Millionen, den ersten Zufluss nach fünf Handelstagen mit Abflüssen; seit Monatsbeginn stehen sie bei -1'069,6 Millionen.

Balkendiagramm der täglichen Nettoflüsse der US-Spot-Bitcoin-ETFs vom 1. bis 21. Oktober 2026, in Millionen US-Dollar, Daten von Farside: Tief -484,9 am 7. Oktober, Höchstwerte +526,7 am 19. und +524,8 am 21. Oktober, Monatssaldo +460,0
US-Spot-Bitcoin-ETFs, tägliche Nettoflüsse in Millionen US-Dollar, 1.–21. Oktober 2026. Quelle: Farside Investors.

Irland: Zentralbank büsst Coinbase wegen Schutz der Kundengelder

Die Central Bank of Ireland hat Coinbase Ireland, das E-Geld-Institut der Coinbase-Gruppe, mit 3'252'618 Euro gebüsst und förmlich gerügt. Zwischen November 2020 und August 2025 verletzte das Unternehmen die Pflichten zum Schutz der Kundengelder und zur Auslagerung nach den E-Geld-Vorschriften: Es stützte sich zu stark auf die US-Muttergesellschaft, und das Konto für Kundengelder war über lange Zeiträume unterdeckt. Die ursprüngliche Busse von 4'646'597 Euro wurde dank Vergleich um 30% reduziert; sie wird nach Bestätigung durch den High Court wirksam. Laut Reuters gibt Coinbase an, die Probleme selbst gemeldet zu haben, und kein Kunde habe einen Verlust erlitten.

Grossbritannien: FCA konsultiert zu DeFi und zum Krypto-Perimeter

Die Financial Conduct Authority hat zwei Konsultationen eröffnet, die bis zum 18. November 2026 laufen. Die erste, GC26/7, schlägt Leitlinien für bewilligte Firmen vor, die dezentrale Finanzdienste nutzen, mit Fokus auf operative Resilienz, Finanzkriminalität und Geldwäschereibekämpfung; die definitive Fassung ist für Januar 2027 geplant. Die zweite, CP26/36, erläutert neue Ausnahmen aus jüngsten Gesetzesänderungen, etwa für gewisse Stablecoin-Arrangements, den Eigenhandel und technische Dienste, die lediglich Zugang zu dezentralen Protokollen bieten. Das britische Krypto-Regime tritt am 25. Oktober 2027 in Kraft.

USA: SoFi lanciert tokenisierte Einlage für Privatkunden

SoFi hat SoFi Earn (SOFIE) lanciert und bezeichnet es als erste tokenisierte Einlage einer US-Nationalbank für Konsumentinnen und Konsumenten. Jedes SOFIE entspricht einem bei der SoFi Bank hinterlegten Dollar, wird mit 4,40% pro Jahr verzinst und ist im Rahmen der geltenden Limiten durch die FDIC versichert. Es kann 1:1 in den Stablecoin SoFiUSD umgewandelt werden, um Krypto-Vermögenswerte zu kaufen oder Geld auf einer Blockchain zu übertragen; anders als die Einlage ist der Stablecoin nicht versichert.

Geldwäscherei: Verhaftung in Lugano im Fall der «verdeckten Bank»

Die italienische Guardia di Finanza hat in Pero bei Mailand eine mutmassliche «verdeckte Bank» der organisierten Kriminalität zerschlagen: 30 Zwangsmassnahmen, über 110 Millionen Euro mutmasslich falscher Rechnungen und rund 68 Millionen Euro internationaler Geldwäscherei, teils über Kryptowährungen; beschlagnahmt wurden über 21 Millionen. Laut Corriere del Ticino wurde in Lugano ein Mann in Auslieferungshaft genommen, der die Erlöse in Krypto umgewandelt haben soll; fedpol führte im Tessin auf Ersuchen der Mailänder Staatsanwaltschaft Hausdurchsuchungen durch.

Quellen

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